TRIED AND TESTED: MIRAMONTE.

  • TRIED AND TESTED: MIRAMONTE.

Schon allein beruflich bedingt verfolgen wir stets mit großem Interesse, was sich in der Hotelwelt so tut. Bereits vor ein paar Jahren sind wir dabei das erste Mal über den Kur- und Wintersportort Bad Gastein im österreichischen Bundesland Salzburg gestolpert. Ein kleiner Ort, von dem unsere Omas in den höchsten Tönen schwärmen. Doch seit geraumer Zeit scheint Bad Gastein einen Image-Wechsel zu vollziehen, nicht zuletzt dank Häuser wie „Das Regina“, „MIRAMONTE“ und „Haus Hirt“, die den kleinen Ort deutlich beleben. Das internationale Reise- und Lifestyle-Magazin „The Escapist“ widmete Bad Gastein 2016 ganze acht Seiten und auch die Zeitung „Welt“ schreibt: „Vor kurzem noch war Bad Gastein ein spießiger, ziemlich angestaubter Kurort im Salzburger Land, nun soll Gastein zum Sehnsuchtsort einer urbanen Elite mutieren.“

Unsere Neugierde war geweckt und so haben wir im Januar 2017 Nadines Geburtstag und ein ganzes Wochenende im Hotel „MIRAMONTE“ verbracht, um uns den kleinen Kurort im Nationalpark Hohen Tauern mal genauer anzuschauen.

Zwei Dinge vorab: Zum einen kommt man mit dem Zug von München aus ganz entspannt nach Bad Gastein, zum anderen ist uns selten ein Hotel so positiv in Erinnerung geblieben wie das „MIRAMONTE“. Es vereint alles, wovon viele Hotelbesitzer und -gäste – vor allem im Alpenraum – träumen: Urbanes Flair, ein internationales weltoffenes Team, eine große Portion Herzlichkeit und ein nostalgisch-designaffines Umfeld mitten in den Bergen.
Und das, obwohl der Ort an sich noch ein paar Herausforderungen vor sich zu haben scheint: Bad Gastein ist ohne Frage ein ganz bezaubernder imposanter Kurort, der ein unglaubliches Erbe mitbringt und viel zu erzählen hat, doch er ist an vielen Ecken auch von leerstehenden Villen gekennzeichnet und wirkt teils sehr verlassen.

Im „MIRAMONTE“ ist davon ganz und gar nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil: Eine neue, frische Bewegung im Tourismus ist hier förmlich greifbar. Hier steckt viel Liebe drin. Das Haus hat Historie, der Mix aus Alt und Neu ist an manchen Stellen unkonventionell, aber funktioniert sehr gut. Dass der Besitzer Ike selbst Architekt ist und hier nichts dem Zufall überlassen hat, ist unschwer zu erkennen.

Warum uns das „MIRAMONTE“ so positiv in Erinnerung geblieben ist? Weil hier einfach alles stimmt. Jeder im Team versprühte den Spirit, der auch von den Besitzern selbst ausgeht: Hier soll sich jeder Gast frei bewegen können und gleichzeitig herzlich umsorgt fühlen. Bei unserer Ankunft am frühen Nachmittag wurden wir nicht nur herzlich in Empfang genommen, sondern bekamen ganz selbstverständlich sofort eine heiße Suppe serviert – und das obwohl die Küche noch nicht besetzt war. Hier wirkt alles echt und bodenständig. Damit hat das „MIRAMONTE“ unser Herz im Sturm erobert.

Wir haben Bad Gastein besucht, um lange Spaziergänge im Schnee zu machen, den Ort zu erkunden und die Seele baumeln zu lassen. Das alles hat sich erfüllt und zudem haben wir noch so gut gegessen, dass wir noch heute vom weltbesten Wiener Schnitzel schwärmen, das wir je serviert bekommen haben – und das will etwas heißen, wo Verena als Österreicherin natürlich echte Expertin ist.

Die Zimmer sind geräumig, wunderschön und das Badezimmer – Achtung: subjektiv – ein Traum. Wer blaue Retro-Fließen mag, wird das Badezimmer lieben. Wer auf der Suche nach einem klassischen Wellness-Hotel mit Pool und großer Saunalandschaft ist, ist im „Haus Hirt“ – nur einige Schritte entfernt – wahrscheinlich besser aufgehoben. Der Wellness-Bereich ist nett, aber sehr klein. Zum Nachmittagskaffee haben wir uns, trotz winterlichen Januartemperaturen, in Felle gewickelt in die Liegestühle auf der schönen Terrasse gesetzt und dort die ersten Sonnenstrahlen genossen.

Unsere Abende verbrachten wir an der Hotelbar, die – wie „Der Standard“ ganz richtig festgestellt hat – „wie eine alpine Filmkulisse mit James Bond in den Goldfingertagen ist. Sie ist das Herz des Hauses und ein Platz, an dem man den ganzen Tag abhängen kann.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Auf bald, „MIRAMONTE“!

 

Doppelzimmer ab ca. 160 Euro pro Nacht / Zimmer, mehr Infos unter: hotelmiramonte.com/

„MIRAMONTE“, Reitlpromenade 3, 5640 Bad Gastein, Österreich

Fotocredit: MIRAMONTE

Date: 22. Mai 2018

Category: Austria, Destinations, Europe, Hotels, tried and tested